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Teneriffa -
Pioniere: Artur, Marion, Astrid und
Christine
Eichhorst |
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| Wer
hat bei den Eichhorsts die Hosen an? Diese Familien-Power per vertrautem Hand-in-Hand und idealer Arbeitsteilung gelingt den Eichhorsts zumindest nach außen höchst perfekt. So dass Freunde und Geschäftskunden gelegentlich rätseln, ob der Boss wirklich der Boss ist. „Hand auf´s Herz: Wer hat bei den Eichhorsts wirklich die Hosen an?“ Artur Eichhorst amüsiert die Neugier nach dem antiken Rollen-Klischee: „An den meisten Tagen wir alle Viere“, lacht der Unternehmensgründer, und kneift seinen drei „Kolleginnen“ in ihre Edel-Jeans. Sein Erfolgsrezept, inzwischen zum Werbespot avanciert, entstammt urdeutscher Kaufmanns-Tradition: „Geht nicht – das gibt´s nicht!“ Mutter Marion und die Töchter Christine und Astrid revanchieren sich spontan für den Hosen-Kneifer: „Alles ist möglich, das ist für Papa bloss ein beliebter Vorwand, wenn er mal wieder mit dem Kopf durch die Wand will.“ Vater Eichhorst betrachtet die Anspielung auf eine ost-westfälische Herkunft durchaus als Lob. Dabei stammt der Niedersachse, genau wie seine Frau Marion, in Wirklichkeit aus Niemburg an der Weser. Wie oft haben er und Ehefrau Marion mit dem Kopf durch die Wand müssen, bis die Touristen in ihren Hotels und die Residenten zuhause auch unter den Palmen der Kanaren ihre von zuhause in Mitteleuropa gewohnten und heiß geliebten Qualitätslebensmittel nicht entbehren. |
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| Von
Apfelmus bis Zimtsterne 3.000 Kunden auf allen sieben Inseln des kanarischen Archipels, Restaurants, von der Tankstelle bis zur Hotel-Kette, Groß- und Einzelhandel und andere registrierte Kunden, beliefern bzw. versorgen sie aus ihren beiden wichtigsten Cash & Carry-Foodbrocker-Großhandels- und Abholmärkten in Los Naranjeros an Teneriffas Nord-Autobahn und aus dem Metro Cash & Carry-Markt in Arinaga auf Gran Canaria mit inzwischen 1.800 Qualitätswaren. Und wie begierig und mit wässrigem Mund oft Endkunden Ihnen entgegen sehnen, läßt bereits ein flüchtiger Blick ahnen auf Eichhorsts Angebotsliste kulinarischer Verführungen: von A wie Apfelstreusel-Torte, Achtkornbrot, Arengues-Matjes und – Rollmöpse, Altmeister-Qualitätsessig und Apelmus bis Z wie Zupfkuchen, Zitronentee, Zwiebelsalami, Zahnstocher und Zimtsterne.ob nun 20 verschiedene Sorten Brot, Senf oder Ritter Sport-Schokolade, Rotbäckchen-oder Blutorangensaft, Grafschafter Sirup oder leckeres Apfel-Rotkraut von Hengstenberg – die Eichhorsts haben keine wissenschaftlichen Marktanalysen nötig, um zu wissen, was ihren Kunden und deren Endkunden schmeckt: Die eigenen Vorlieben und gut trainierten Geschmacksnerven der Familie bestimmen über eine Markteinführung auf den Kanaren. Nur was man selbst kennt, und schätzt, kommt in die pieksauberen Regale. Selbst das Lager ohne Kundenverkehr wird täglich gewienert, als soll gleich danach darauf gegessen werden. Urdeutsche Kaufmanns-Tradition, wie gesagt. Mehr noch: Damit, mit dem Import von Eigenbedarf hat es überhaupt erst angefangen. |
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Erst nur für sich
importiert Vor drei Jahrzehnten: Artur Eichhorst ist
von seinem
Hausarzt zur Genesung nach Teneriffa überwiesen. Auf der Insel
angekommen,
haben die Eichhorsts nichts als Ärger: Die Butter ist ranzig, die
Marmelade
ungenießbar, der Kaffee schmeckt nach garnix. Damit begann die
Karriere
der
Eichhorsts als Importeure. „Wir fingen an, zu importieren: Frische
Markenbutter, leckere Marmelade, duftenden
Kaffee. Erst nur für uns. Erst später fiel der
Groschen: Damit
könnten wir ja Geld verdienen.“ Ein Clou im Eichhorst-Angebot ist
eine Ganzjahres-Offerte, die Hoteliers besser schlafen lässt und
auch
Restaurant- und Cafehausbetreiber eine lückenlose
Versorgungssicherheit
garantiert, 24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Service inclusive. Einmalig und
unerreicht auf der ganzen Welt, kann „Cafitesse“ bis zu 1.600
Tassen frischen Kaffee pro Stunde auf den Frühstückstisch der
Kanaren-Touristen zaubern. Bohnenkaffee, Cafe con leche, Capuchino,
Espresso und koffeinfreien Kaffeegenuß. „Der Kaffee und sein
Aroma“, so
Artur Eichhorst, „zunächst auf – 18 Grad tiefgefroren und
eingeschläfert, wird mit heißem Wasser regelrecht geweckt,
bzw.
wachgeküsst“. Cafitesse schmeckt auch den Hotelliers und
Restaurantbetreibern auf den Kanaren: Das Eichhorst-Angebot
erspart ihnen Investitionen in kostspielige Profi-Kaffeemaschinen:
Bezahlt werden muss nicht die Maschine oder der 24-Stunden-Service,
sondern nur der Kaffee.Die Methode Eichhorst: Das Hoch-Tauschen Willst Du auf den Kanaren ein kleines Vermögen verdienen, musst Du ein großes mitbringen. Diese Umsiedler-Weisheit ist tausendfach belegt. Die Eichhorsts gehören zu den wenigen, wie den befreundeten Kiesslings, Meuls und Pangels, die es widerlegt haben. Alle vier deutsche Pionierfamilien auf Teneriffa hatten gewiss auch das Glück der Tüchtigen. Aber das wäre auch bei den Eichhorsts als Erklärung für eine legendäre Familiensaga zu kurz gegriffen. Die Erfolgsstory Eichhorst hat auf Teneriffa nicht etwa ihren Anfang genommen. Auf der Insel hat sich folgerichtig fortgesetzt, sozusagen vollendet, logisch und chronologisch, was als Muster-Karriere schon im Nachkriegs- Deutschland der Macher und Goldgräber begonnen hat. Und womit Marion und Artur Eichhorst seitdem bis heute modellhaft ganzen Existenzgründer-Generationen als nachahmenswerte Vorbilder dienen. Allerdings bedarf es der Nahaufnahme, um die „Methode Eichhorst“ zu entschlüsseln. |
Das
erste Geld auf dem Schulhof verdient Leicht vereinfacht, reduziert sich ihr Geheimnis
auf die
„Hans-im-Glück“-Technik, nur umgekehrt. Erträge werden nicht
verfrühstückt. Sondern sie dienen als Saatgut für die
jeweils nächsten
und noch höheren Erträge. Ein Schneeball-System, das der
junge Artur
schon als Erstklässler mit Fortüne in Gang setzt. „Von meinem
ersten
Taschengeld habe ich nicht Limo oder Kaugummi gekauft. Ich hab´
es an
ältere in der Dorfschule weiterverliehen.“ Und so aus den
fünf Mark fix
fünf Mark fünfzig und aus den fünf Mark fünfzig
schnell 6 Mark 10
gemacht.. „Ein solches Rechengenie wie meinen Mann“, schwärmt
Marion
Eichhorst, „ so was hab´ ich kein zweites mal mehr erlebt. Der
kann
ihnen Zins und Zinseszins in Handumdrehen kopfrechnen.“ Was als ambulante Schulhof-Kasse von Erstklässler-Bankier Artur begonnen hat, perfektionieren die Eichhorsts später gemeinsam zu einer Hochtausch-Legende. „Ein altes Fahrrad wird sauber gemacht, repariert und lackiert, und gut verkauft. Von dem Geld“, erinnert sich Artur Eichhorst, „kaufe ich ein altes, heruntergekommenes Moped. Auf Hochglanz gebracht, wird es in ein gutes, und das wiederum in ein noch besseres Moped hochgetaucht. So habe ich einen ollen Drahtesel erst zu einer NSU-Quickly, zu einer DKW und schließlich zu einer Zündapp veredelt.“ Das „Artur-im-Glück-System“ wird geradezu beliebig vervielfältigt. Das Nobel-Moped wird zum Akkordeon, das zur japanischen Fuji „veredelt“. Und die winzige japanische Kunstflug-Machine aus den 70er Jahren ist 2005 in eine österreischische „Queen Star“ – ein zweimotoriges Reiseflugzeug - „hochgetauscht“. |
| Ein
Bergmann mit Gespür für Goldgruben Dieses „kaufmännischen Händchen“ macht aber nur die halbe Wahrheit der Methode Eichhorst aus. Sowohl bei Artur wie bei Marion Eichhorst paart sich das Kaufmanns-Talent mit einem Faible fürs Technische. Bergmann hat Artur erst gelernt. „Weil die damals am meisten in der Lohntüte hatten.“ Was als Reiz der schnellen Kohle beginnt, entpuppt sich bald als universelles Ausbildungs-Fundament für eine ganze Serie an Berufskarrieren: „Als gelernter Bergmann bin ich zugleich in Holzbearbeitung, als Schmied, Schlosser und Schweißer ausgebildet worden“. Folgerichtig - weil das Hochtauschen ja auch den Job und die Auslandserfahrung nicht ausklammert - wechselt Artur Eichhorst nach der Untertage-Lehre für zweieinhalb Jahre zu General Motors nach Göteborg. Als Automechaniker. Und kommt zurück als Top-Verkäufer. Ein Vollbutweib, das Bäume ausreißt Fehlt bloss noch das richtige Weib zum privaten und beruflichen Glück, denkt sich der 23jährige Skandinavien-Rückkehrer Artur, vorzugsweise mit dem gleichen kaufmännischen und technischen Geschick, das auch noch die Lust teilt, in einer eigenen Selbständigkeit Bäume auszureißen. Am besten familiär vorgeprägt in einer Unternehmer-Familie soll die Partnerin sein, kalkuliert er, also eine, die zupacken kann und z.B. Sinn hat und aufopferungsbereit ist für Abend-, Feiertags- und Wochenend-Arbeit. Noch besser, wenn sie dabei auch noch bildhübsch ist – man gönnt sich ja sonst nix.. Und außerdem: kein Steuerberater oder Finanzamts-Inspektor soll ihr je etwas vormachen können..... Glückspilz Artur Eichhorst hat sich seine Ideal-Frau nicht einmal backen müssen. 1964 heiraten er, 23, und sie, Marion, gerade 19, Tochter aus hochangesehener Niemburger Spediteurs-Familie, gelernte „Gehilfin für Wirtschaft und steuerberatende Berufe“, kurz Steuergehilfin. Nach ihrer Fach-Ausbildung beim Steuerberater ist sie gerade beim Finanzamt beschäftigt, um – wie praktisch - auch dort noch Insider-Berufserfahrung zu sammeln. Wen wundert´s: Kaum verheiratet, will das Traumpaar sich schnell beweisen, wie topfit es ist, für die Selbständigkeit. |
![]() Ein Vollblut-Weib zum Bäume-Ausreißen: Unternehmerin Marion Eichhorst packt auch im Teneriffa der 80er Jahre von Anfang an und an vorderster Front mit an. ![]() |
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Selbst im Cockpit ein Team Wenn er nicht gerade auf dem Schulhof
sein Taschengeld gewinnbringend reinvestiert, treibt sich schon
der sechsjährige Artur im heimatlichen Nienburg auf dem
nahegelegenen
Segelflugplatz herum, verdient sich dort das nächste
„Betriebs-Kapital“. Zusammen mit Schulkameraden hält er die
starken
Gummibänder, die beim Kommando „Loslassen“ die
Segelflugzeuge in
die Luft katapultieren. „Schon damals hab´ ich mir geschworen:
Sobald
Du genug Geld verdient hast, wechselst Du ins Cockpit, machst Du
den Pilotenschein, und kaufst Du Dir ein Flugzeug!“ Kaum zu glauben, aber mitten in den
Pionierzeiten, in denen eine Geschäftsbasis die nächste
jagt, in
denen gleichzeitig die beiden Töchter großgezogen werden,
findet das
Unternehmer-Ehepaar Eichhorst auch noch Gelegenheit für ein
zeitaufwendiges Hobby: Das Fliegen. Und ist, reichlich selten bis
einmalig in Deutschland, selbst im Cockpit ein unzertrennliches
Team. ![]() „Um nicht bloss meinen Mann zu kopieren“,
macht
die Unternehmerin
und inzwischen zweifache Mutter nicht den
Motorflug-Pilotenschein, sondern zunächst die Pilotenlizenz
für den
Segelflug, dann das BZF-2, das Sprechfunkzeugnis für den Motor-
und
Sichtflug.
Die zupackende Art im geschäftlichen, im Privaten, im Sozialen, ist es, was den Eichhorsts auch auf Teneriffa soviel Erfolg, und Respekt, verschafft. Obwohl sie geschäftlich wahrlich genug am Hals haben, engagieren sie sich Jahrzehnte für die evangelische Kirchengemeinde von Gesamt-Teneriffa. 23 Jahre ist Artur Eichhorst ihr Erster Vorsitzender. Noch heute ist der Erfolgsunternehmer 2. Vorsitzender der Diakonie, die er vor 15 Jahren gegründet hat. Marion Eichhorst steht selbst in der Diakonie als starke Frau hinter Artur Eichhorst. Als Schatzmeisterin kontrolliert sie die Kasse der Diakonie. © Red. Teneriffa & Co. |
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